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Mantrailing

 

In unserer Staffel haben wir seit dem September 2016 einen geprüften und einsatzfähigen Mantrailer. Aktuell bilden wir noch einen zweiten Mantrailer aus. Im Gegensatz zum Flächensuchhund sucht der Personensuchhund, auch Mantrailer genannt, nur eine bestimmte Person. Wir Menschen verlieren ständig winzige Hautschuppen, diese bilden einen einmalige Geruch des Menschen ab. Jeder Mensch riecht individuell und einzigartig. Die in dieser Suchart ausgebildeten Hunde lernen nur dieser einen Geruchsspur zu folgen und alle andern Nebendüfte und Ablenkungen zu ignorieren.

 

Dem Personensuchhund wird am zuletzt vermuteten Aufenthaltsort des Vermissten ein Geruchsgegenstand (z.B. eine Zahnbürste, getragene Kleidung) des Vermissten zur Geruchsaufnahme gegeben. Daraufhin verfolgt der Hund die Spur. Er ist dabei an einer langen Leine und kann die Spur auf allen Untergründen wie Asphalt, Gras, Kies und unter großer Ablenkung (belebte Stadt) verfolgen. Dies kann er unter Optimalbedingungen auch noch nach mehreren Tagen und über mehrere Kilometer.

Der Mantrailer ist eine Ergänzung zum Flächensuchhund und kann oftmals auch die Richtung vorgeben und das abzusuchende Gelände so einschränken. Vor der Zulassung zum Einsatz muss auch das Mantrailerteam die gleiche umfassende theoretische Ausbildung wie ein Flächenteam abschließen und die Prüfung als Rettungshundeteam Mantrailing bestanden haben. Diese muss alle 18 Monate wiederholt werden. Bestimmte Rassen (Schweißhunderassen) eignen sich für diese Arbeit besonders gut und es wird darauf geachtet, dass die Hunde in dieser Suchart auch die notwendigen Voraussetzungen mitbringen. Das Trailen ist eine sehr zeitintensive Ausbildung.